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FC Thüringen Weida - SV 1879 Ehrenhain 1:2 (1:0)


Im letzten Spiel des Jahres mussten die Mannen vom SVE nochmals alles geben und bis zum Schluss fighten um auch diese Partie zu seinen Gunsten zu entscheiden. Am standen die Zähler 32, 33 und 34 zu Buche, was die beste Hinrunde seit der Zugehörigkeit zur höchsten Spielklasse des Freistaates bedeutet. Damit hat man sich in der Spitzengruppe festgesetzt und eine für das kleine Dorf doch recht unbekannte aber sehr schöne Aussicht vom Platz an der Sonne eingespielt.


Die Partie in Weida begann eher zerfahren auf Seiten der Gäste aus Ehrenhain. Man fand in der ersten halben Stunde fast gar nicht ins Spiel. Der Gastgeber wollte an die Erfolge und guten Leistungen der Vorwochen anknüpfen und bot dem SVE breite Brust. Robust und Forsch ging es von Beginn an zur Sache auf dem Roten Hügel. Die Mannen von Interimscoach Pohland agierten meist mit langen Bällen und schnellem Spiel nach vorn und brachten den SVE ein ums andere Mal in Verlegenheit. Von Souveränität einer Spitzenmannschaft war nicht allzu viel zu sehen. So brannte es regelmäßig vor dem Tor von Sittel. So in der 10. Spielminute als Knoll frei vor Sittel auftauchte jedoch am Kasten vorbei schob. Die nächste Gelegenheit nach 20 Minuten hatte Gerold mit einem Handelfmeter. Schmidt wurde aus Nahdistanz an den Arm, der sich über Schulterhöhe befand, angeschossen und es gab Strafstoß. Doch Gerold traf das Leder auf dem Kunstrasen nicht richtig und der Ball trudelte zum Glück für den SVE rechts am Kasten vorbei. Fünf Minuten später kam Pohland aus 5m frei zum Kopfball und setzte diesen über die Querlatte. Nach einer knappen halben Stunde erzielte Urban die verdiente Führung für den Gastgeber. Im Zweikampf setzte er sich durch und schoss unhaltbar in die Maschen. Vom SVE bis dahin nichts zu berichten. Doch dieser Gegentreffer schien die Böckelelf munter zu rütteln. Fortan nahm man die Zweikämpfe besser an und fand ins Spiel. Nur drei Minuten nach dem Führungstreffer der erste Abschluss der Gäste. Lehmann setzte sich gut durch im Strafraum doch Haase im Tor der Gastgeber verhinderte mit den Fingerspitzen den Ausgleich. In der 40 Minute serviert Wegner eine Flanke auf den Kopf von Knutas doch dieser verfehlt knapp das Ziel. Mit einer verdienten und für den SVE zum Glück nur knappen Führung ging es in die Kabinen.


Dort schien Trainer Böckel die richtigen Worte gefunden zu haben denn im zweiten Abschnitt ein ganz anderer SVE. Man nahm das Spiel an und Weida konnte nicht mehr so frei agieren. Die Chancenverteilung verlagerte sich nun klar zu Gunsten des SVE. Das Spielgeschehen verlagerte sich zusehends in die Hälfte der Gastgeber und es kam zu guten Gelegenheiten. Verfehlte Lehmann nach 53 Spielminuten auf Eingabe von Zerrenner noch das Ziel machte er es wenig später besser. Eine weitere Flanke von Zerrenner verwertete der Torjäger zum Ausgleich. Für die Gastgeber schien es ein Wirkungstreffer zu sein. Man erwies sich fortan als löchrig und der SVE hat weitere gute Chancen die Partie zu drehen. So verfehlen Wegner nach Vorarbeit von Peuker sowie Syhre nach Kopfballablage von Knutas das Ziel aus besten Positionen. Sittel im Tor der Gäste musste erst in der 88. Spielminute nochmals sein Können unter Beweis stellen und parierte einen satten Schuss von der Strafraumgrenze sicher. Alles schien sich auf eine Punkteteilung auszurichten bis der SVE in der 90. Minute nochmals einen Eckball erkämpfte. Diesen verwandelte Lehmann per Seitfallzieher sehr sehenswert zur umjubelten Führung für die Ehrenhainer. In der Nachspielzeit versuchte der Gastgeber nochmals den Schalter umzulegen doch die Schützlinge von Trainer Böckel wirkten abgeklärt und sicher und brachten die Führung über die Runden.
Nach dieser grandiosen Hinrunde des SVE steht natürlich auch die Frage, ob der kleine Verein aus dem ländlichen Raum mit einem Oberligaaufstieg liebäugelt. Der Vorstand des SVE erteilt dieser, sicher für alle verlockenden Fantasie, eine deutliche Absage. Schon jetzt ist der finanzielle und personelle Aufwand für den Spielbetrieb enorm. Zwar haben wir neben vielen langjährigen kleineren Sponsoren und Spendern mit unserem Hauptsponsor Thomas Rath einen erfreulich fußballverrückten Mäzen, doch für das Abendeuer Oberliga brauchen wir mindestens noch drei weitere davon. Dazu kommen noch die Unwägbarkeiten mit der Baustelle in Ehrenhain und dem neuen Thüringer Sportfördergesetz. Beide Maßnahmen drohen unseren kleinen Verein in und ab 2020 zusätzlich enorm finanziell zu belasten. Im Übrigen müsste auch der Innenplatz mit Drainagen, Beregnung, Brunnen und neuem Rasen saniert werden, was weit mehr als 100.000€ kostet. Nein, wir bleiben lieber auf dem Teppich, was uns jedoch nicht davon abhalten sollte in 2020 um die Thüringenmeisterschaft mitzukämpfen und vielleicht den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte zu erreichen. Das sind wir unseren, immer wieder aufs Neue fleißigen, rund 50 ehrenamtlichen Helfern und unseren treuen Fans schuldig.


Heiko Müller

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